Bewerbungsportfolio · Master Medien & Kommunikation · HS Offenburg

Aaron
Bühler

Grafikdesigner und Künstler aus Emmendingen. Meine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Gestaltungsprinzip, Code und räumlicher Wahrnehmung — von großformatigen Installationen über interaktive Live-Systeme bis zu digitalen Medienarbeiten.

Studium B.A. Kommunikationsdesign, Macromedia Freiburg
Arbeiten 3 ausgewählte Projekte, 2021–2026
Kontakt hello@aaronbuehler.de

Zur Person

Ich studierte Kommunikationsdesign an der Macromedia Hochschule in Freiburg. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit begann ich, algorithmische Systeme zur Bildgenerierung einzusetzen — und entdeckte dabei mein Interesse am Coding. Was als gestalterisches Werkzeug begann, wurde zur eigenen Praxis: Seitdem erforsche ich die Möglichkeiten von Code und Design als künstlerisches Medium und eigne mir dabei kontinuierlich neue technische Fähigkeiten an.

Diese Entwicklung spiegelt sich in meinen Projekten wider: von der datengetriebenen Großflächengestaltung über generative Druckserien bis hin zu interaktiven Live-Systemen, die Körperbewegungen in Echtzeit in Klang und Bild übersetzen.

Werkzeuge & Kompetenzen

C++ JavaScript Processing OpenFrameworks Microsoft Kinect SDK Generative KI Adobe Suite Canvas API Responsive Design Raumgestaltung Print

Motivation für den Master

Der Masterstudiengang Medien & Kommunikation an der HS Offenburg interessiert mich wegen der inhaltlichen Breite und der Verbindung von gestalterischen und technischen Disziplinen. Die bereits bestehende Zusammenarbeit mit Daniel Bisig und Ephraim Wegner — beide eng mit der Hochschule verbunden — hat mir gezeigt, welche künstlerischen Möglichkeiten an dieser Schnittstelle entstehen können.

Im Master möchte ich mich gezielt vom klassischen Kommunikationsdesign abheben: durch die Verbindung handwerklicher Gestaltungsprinzipien mit wachsenden technischen Fähigkeiten — und den Anspruch, beides konsequent als künstlerisches Ausdrucksmittel zu nutzen.

01 — Raumgestaltung & Datenvisualisierung

Colors of
a Sunrise

2021

Großformat Datenvisualisierung Spatial Design Algorithmus Installation myClimate
Colors of a Sunrise — Gesamtansicht
Colors of a Sunrise — Detail Colors of a Sunrise — Farbverlauf
Colors of a Sunrise — Kontext

Eine großformatige Wandgestaltung am EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg, entstanden im Rahmen der Klimakampagne myClimate — einer Initiative des Flughafens zur Sensibilisierung für CO₂-Kompensation.

Ausgangspunkt war eine umfangreiche Sammlung von Sonnenaufgangsfotos. Für jedes Bild wurde die durchschnittliche Hauptfarbe algorithmisch extrahiert und in einem Raster aus 5 × 5 cm großen Farbquadraten materialisiert. Die Abfolge der Farbtöne erzeugt atmosphärische Verläufe, die das Wesen eines Sonnenaufgangs abstrakt übertragen.

Das Muster erfüllt dabei eine doppelte Funktion: Es wirkt als ästhetisches Kunstwerk und dient gleichzeitig als subtiler Wegweiser — die Farbverläufe lenken Besucherströme durch den Raum, ohne als Beschilderung wahrnehmbar zu sein.

Ort EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg
Auftraggeber myClimate / Flughafen Basel-Mulhouse
Methode Algorithmische Farbextraktion, Durchschnittsfarbenberechnung, Rasterübertragung im Großformat
Kontext Bachelorstudium Kommunikationsdesign, Macromedia Freiburg · Pressebericht →

02 — Generatives Design & Live-Technologie

Generatives
Design & Sonosphere

2023 – heute

C++ Kinect Live-Performance Installation KI Generative Art Kollaboration
Sonosphere — Performance
Sonosphere — Projektion Sonosphere — Tänzerin
Sonosphere — Installation

Meine generativen Arbeiten verbinden algorithmisches Denken mit physischer Interaktion — ein Interesse, das in der Bachelorarbeit (200 einzigartige Drucke aus prozeduralen Flow-Fields) begann und seitdem in enger Zusammenarbeit mit Forscher:innen und Künstler:innen weiterentwickelt wird.

Sonosphere ist ein räumliches Musikinstrument, das durch Tanzbewegungen gespielt wird — entwickelt gemeinsam mit Daniel Bisig, Ephraim Wegner und Daniel Fetzner. Ein virtueller Avatar, umgeben von einer Klang-Sphäre, reagiert in Echtzeit auf Körperbewegungen und erzeugt daraus Audio und visuelle Projektion. Ich habe die Live-Schnittstelle in C++ entwickelt: eine Anwendung, die per Xbox Kinect oder Azure Kinect die Bewegungsdaten eines Tänzers oder einer Tänzerin live erfasst und nahtlos in den Sound-Player überträgt.

Das System ermöglicht zwei Modi: Im Installations-Modus interagieren Besucher:innen selbst mit dem Instrument. In der Performance SaalFrei am Fitz Stuttgart trat Alexandra Mahnke als Tänzerin auf — ihr Körper spielte das Instrument, während ein KI-Modell (trainiert auf realen Choreografien) gleichzeitig als generativer Mit-Tänzer agierte. Ich übernahm dabei Interpretation und Improvisation der Parameter in Echtzeit.

Das Projekt wurde 2025 auf der xCoAx — Conference on Computation, Communication, Aesthetics & X in Dundee, UK, als wissenschaftlicher Beitrag veröffentlicht.

Technologie C++, Microsoft Kinect SDK, Azure Kinect, generative KI (AMLO Offenburg), Echtzeit-Bewegungsdatenübertragung
Auftritte & Ausstellungen Werkschau Offenburg · ICST Zürich · E-Werk Freiburg · Fitz Stuttgart (SaalFrei 2026)
Publikation Bisig, Wegner, Bühler, Fetzner — Sonosphere: A Spatial Music Instrument for Human and Artificial Dancers
xCoAx 2025, Dundee, UK · S. 403–409
Team Daniel Bisig & Ephraim Wegner (Audiovisuelle Komposition) · Daniel Fetzner · Alexandra Mahnke (Tanz) · © Fotos: Frank Post

03 — Web & Dokumentarfilm

Becoming
River

2026

Web Generativ Partikel Dokumentarfilm FrameTrail Responsive
In Entwicklung

Becoming River ist eine Website, die über zwei Jahre entstandene Dokumentararbeiten zur Murg bündelt — einem Fluss, der als Protagonist eines kollektiven Beobachtungsprozesses dient.

Als technische Basis dient das Open-Source-Projekt FrameTrail, das die Verwaltung und Kuratierung der einzelnen Filmarbeiten übernimmt. Darauf aufbauend wurde eine eigene Startseite entwickelt, die zwei zentrale Elemente verbindet: einen generativen Partikelfluss, der das Strömungsverhalten von Wasser abstrakt visualisiert — und eine Sammlung an Begriffen, die als interaktiver Einstieg zu den einzelnen Filmen dient.

Die Website arbeitet mit dynamischem Performance-Management und ist vollständig responsiv optimiert. Das Projekt verbindet die ästhetische Auseinandersetzung mit dem Medium Film mit einer konzeptuell entwickelten digitalen Präsentationsform.

Technologie JavaScript, Canvas API (Partikel-Simulation), FrameTrail (Open Source), Responsive Design
Thema Dokumentarische Beobachtung der Murg über einen Zeitraum von zwei Jahren
Status In Entwicklung — Launch 2026