Meine generativen Arbeiten verbinden algorithmisches Denken mit physischer Interaktion — ein Interesse, das in der Bachelorarbeit (200 einzigartige Drucke aus prozeduralen Flow-Fields) begann und seitdem in enger Zusammenarbeit mit Forscher:innen und Künstler:innen weiterentwickelt wird.
Sonosphere ist ein räumliches Musikinstrument, das durch Tanzbewegungen gespielt wird — entwickelt gemeinsam mit Daniel Bisig, Ephraim Wegner und Daniel Fetzner. Ein virtueller Avatar, umgeben von einer Klang-Sphäre, reagiert in Echtzeit auf Körperbewegungen und erzeugt daraus Audio und visuelle Projektion. Ich habe die Live-Schnittstelle in C++ entwickelt: eine Anwendung, die per Xbox Kinect oder Azure Kinect die Bewegungsdaten eines Tänzers oder einer Tänzerin live erfasst und nahtlos in den Sound-Player überträgt.
Das System ermöglicht zwei Modi: Im Installations-Modus interagieren Besucher:innen selbst mit dem Instrument. In der Performance SaalFrei am Fitz Stuttgart trat Alexandra Mahnke als Tänzerin auf — ihr Körper spielte das Instrument, während ein KI-Modell (trainiert auf realen Choreografien) gleichzeitig als generativer Mit-Tänzer agierte. Ich übernahm dabei Interpretation und Improvisation der Parameter in Echtzeit.
Das Projekt wurde 2025 auf der xCoAx — Conference on Computation, Communication, Aesthetics & X in Dundee, UK, als wissenschaftlicher Beitrag veröffentlicht.
Technologie
C++, Microsoft Kinect SDK, Azure Kinect, generative KI (AMLO Offenburg), Echtzeit-Bewegungsdatenübertragung
Auftritte & Ausstellungen
Werkschau Offenburg · ICST Zürich · E-Werk Freiburg · Fitz Stuttgart (SaalFrei 2026)
Publikation
Bisig, Wegner, Bühler, Fetzner — Sonosphere: A Spatial Music Instrument for Human and Artificial Dancers
xCoAx 2025, Dundee, UK · S. 403–409
Team
Daniel Bisig & Ephraim Wegner (Audiovisuelle Komposition) · Daniel Fetzner · Alexandra Mahnke (Tanz) · © Fotos: Frank Post